StuBS – Sturzprophylaxe

Sturzprophylaxe mit Bewegung und Spaß ( StuBS) nach Friederike Ziganek-Soehlke

Die Lebensjahre nehmen zu, mit ihnen der allgemeine Bewegungsmangel.

Sturzprophylaxe wird immer dringlicher. Stürze sind häufig Folge mangelnder Bewegungsfähigkeit. Je länger wir leben, umso höher wird das Sturzrisiko. Selbst ohne gestürzt zu sein entwickelt sich bei manchen die Furcht vor dem Hinfallen. Bereits diese wirkt beeinträchtigend. Ein echter Sturz endet meist mit dramatischen Konsequenzen. Es brechen nicht nur die Knochen, sondern auch das Selbstvertrauen. Angst, Bewegungsrestriktionen und Mobilitätseinschränkungen bzw. -hemmungen sind die Folgen. Mehr als 50% der Krankenhauseinweisungen über 60 Jähriger sind sturzbedingt.

Die nachhaltigste und beste Methode, das Sturzrisiko zu senken ist Bewegungsschulung (für alle) unter fachgerechter Anleitung und zwar bis zum Lebensende. Die professionelle Anleitung garantiert eher ein variantenreiches und durchdachtes Training.

Inhalte der Sturzprophylaxe sind:

  • Schulung der Gleichgewichtsfähigkeiten
  • Angstabbau und Vertrauensaufbau
  • Förderung von Motorik, Sensomotorik, Kraft, Ausdauer und Wahrnehmungsfähigkeiten
  • Wiederherstellung und Besserung gestörter Beweglichkeit, spezifischer Muskelfunktionen, der Koordination, Grob- und Feinmotorik
  • Regulierung des Muskeltonus und der Durchblutung
  • Vermeidung von Kontrakturen
  • Übungen zur Erhaltung der psychosozialen und kognitiven Kompetenzen
  • Kommunikationsförderung und soziale Teilhabe
  • GRIBS – Gedächtnistraing durch Bewegungsschulung

Obgleich sich Stürze nicht immer verhindern lassen kann man dieser Bedrohung Schrecken nehmen. Bewegungssicherheit, Geschicklichkeit und Gewandtheit, Vertrauensaufbau, Orientierung, Bewegungen in Richtung Boden (Bodennähe) und wieder sich erheben (Kraft), inklusiv Stärkung des Selbstbewusstseins, lassen einen Sturz glimpflicher verlaufen.

Je trainierter/fitter ein Mensch ist, umso schneller hat er sich nach einem Sturz wieder erholt.

 

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