Das ergotherapeutische Hirnleistungstraining kommt bei der Behandlung von kognitiven und neuropsychologischen Krankheitsbildern und daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen zum Einsatz. Oftmals haben Menschen nach schweren Krankheiten oder Therapiemaßnahmen, wie dem Schlaganfall und dem Schädel-Hirn-Trauma oder der Chemo- und Bestrahlungstherapie, mit u.a. Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen zu kämpfen.
Ihnen kann ein gezieltes Training helfen, bei dem die Wiederherstellung und Optimierung der kognitiven sowie intellektuellen Funktionen angestrebt wird. Dabei werden folgende Fähigkeiten ganz besonders trainiert:
- Aufmerksamkeit
- Konzentration
- Ausdauer
- Merkfähigkeit und Gedächtnis
- Reaktionsfähigkeit
- Wahrnehmung
- Orientierungssinn
- Handlungskompetenz und Problemlösestrategien
- Lernfähigkeit.
In der Regel wird das Hirnleistungstraining speziell auf einen Patienten abgestimmt. Diesem stehen während des Trainings viele verschiedene Methoden zur Verfügung. Zum einen werden sowohl computerbasierte Übungen, als auch Arbeitsblätter und Therapiematerialien eingesetzt. Zum anderen werden sehr häufig Alltagssituationen nachgestellt, mit Hilfe derer der Patient lernt, seinen Alltag wieder (weitestgehend) selbständig zu bewältigen.